Kelleraußenabdichtung von Bauwerken ohne Aufgraben

KÖSTER entwickelt ein neues Injektionsgel: KÖSTER Injektionsgel G4

Kelleraußenabdichtung von Bauwerken ohne Aufgraben

Seit vielen Jahren bietet KÖSTER mit seinem KÖSTER PUR Gel außergewöhnliche Abdichtungslösungen in schwierigen Fällen an. Mit einem Injektionsgel ist es möglich. Positivabdichtungen von der Innenseite aus durchzuführen, also eine so genannte Schleierinjektion.Es ist sogar möglich, die Hohlräume und Kapillaren von wasserdurchlässigen Wänden flächig zu füllen und so eine Abdichtung in der Bausubstanz selbst durchzuführen, eine so genannte Flächen- oder Mauerwerksinjektion.

Was ist ein Gel?

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Gele sind technisch gesehen langkettige, hydrophile, also wasseranziehende Moleküle, die eine Struktur bilden, in die Wasser eingelagert wird. Ein Gel ist damit eine Mischung zwischen Flüssigkeit und Feststoff. Als Abdichtung hat es Vorteile, da es als sehr dünnflüssiges Reaktionsmaterial injiziert werden kann und dann zu einer flexiblen, wasserdichten Masse ausreagiert.Dabei kann die Reaktionszeit je nach Produkt von sehr kurz (bei fließendem Wasser) bis lang eingestellt werden.

Wo werden Gele  eingesetzt?

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Gele haben ihren Einsatzzweck dort, wo der abzudichtende Baukörper dauernd der Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Das typische Anwendungsgebiet ist daher die Abdichtung von erdberührten Bauteilen, also Kellern, Tunneln oder Abwassersystemen. Aber auch wassergefüllte Tanks können mithilfe von Gel abgedichtet werden. Bei wasserführenden Fugen, die nicht von der Wasserseite her abgedichtet werden können, ist ein Injektionsgel oft die einzige Möglichkeit, das Wasser zu stoppen, da es eine ausreichend kurze Reaktionszeit, eine ausreichende Stabilität und Druckfestigkeit gegenüber Druckwasserbelastung hat und gleichzeitig flexibel ist. Zusammen mit flankierenden Maßnahmen lassen sich mit Injektionsgelen deshalb sogar druckwasserführende Fugen dauerhaft abdichten. Dies ist oft erforderlich, wenn z.B. eingebaute Fugenbänder oder Fugenbleche beim Betonieren beschädigt wurden. Beim Tunnelbau können auch starke Wassereinbrüche mit Hilfe von Gel gestoppt werden, so dass die Gele manchmal der einzige Ausweg sind, eine Tunnelbaustelle mit Wassereinbrüchen überhaupt fortzusetzen.

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Die "Paradedisziplin" der Gele ist wohl die Schleierinjektion oder die Mauerwerksinjektion. Bauteile, die nicht von der Innenseite abgedichtet werden sollen oder können und die von außen, also von der Wasserseite her nicht erreichbar sind, können so mit einer Positivabdichtung bzw. mit einer integralen Abdichtung wasserdicht gemacht werden. Beispiele sind historische Gebäude, deren Wände von der Innenseite her nicht verändert werden sollen und die von außen nicht aufgegraben werden können, wasserdurchlässige Betonbauteile, gemauerte Tunnel sowie Abwassertunnel und -schächte.

Warum ein neues Gel?

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Für viele Anwendungen von Injektionsgelen wird inzwischen eine Trinkwassereignung verlangt. Der Grund ist, dass sichergestellt werden soll, dass keine schädlichen Stoffe in das Trinkwasser oder in das Grundwasser migrieren können. Grundsätzlich gilt dies auch für unser KÖSTER PUR Gel. Darüber hinaus verlangt aber die "Leitlinie zur hygienischen Beurteilung von organischen Beschichtungen im Kontakt mit Trinkwasser (Beschichtungsleitlinie)" des Umweltbundesamtes, dass ein Produkt im Kontakt mit Trinkwasser nur aus solchen Stoffen bestehen darf, die in einer so genannten "Positivliste" aufgeführt sind. Die Positivliste enthält nur Stoffe, die im Trinkwasser unschädlich sind. Aber die Liste ist sehr begrenzt und viele weitere unschädliche Stoffe sind nicht enthalten. Dies beschränkt die Möglichkeiten der Produktentwicklung.


Um den Trinkwasseranforderungen gerecht zu werden erweitert KÖSTER sein Spektrum an Injektionsmitteln um ein Gel. Das Produkt, KÖSTER Injektionsgel G 4, wurde in den letzten Wochen entwickelt und hat bereits eine Trinkwasserzulassung durch das Hygieneinstitut des Ruhrgebietes. Es handelt sich dabei um ein Acylatgel der vierten Generation. Das bedeutet, dass wesentliche Nachteile die Acrylatgelen früher nachgesagt wurden, nicht mehr vorhanden sind. Das KÖSTER Injektionsgel G 4 ist so entwickelt, dass es vollständig aus Stoffen besteht, die vom Umweltbundesamt für Trinkwasseranwendungen gefordert werden. Die in Deutschland für Schleierinjektionen erforderlichen Prüfungen zur Erlangung einer bauaufsichtlichen Zulassung sind in Auftrag gegeben und laufen derzeit. Es hat zudem den großen Vorteil, dass die Viskosität mit 4 mPa*s ausgesprochen gering ist. Das Material ist nach dem subjektiven Eindruck praktisch dünnflüssig wie Wasser. Das hat den großen Vorteil, dass es beispielsweise bei Flächeninjektionen sehr tief in die Kapillaren eindringen kann und bei Schleierinjektionen eine sehr gute Verteilung im umgebenden Erdreich erreicht werden kann. Darüber hinaus kann die Reaktionszeit recht präzise eingestellt werden, so dass ein sehr systematisches, geplantes Arbeiten möglich ist. Auch aufgrund der besonderen Form der Aushärtungskurve lassen sich standardisierte Verpressungen im Mehrstufenverfahren, wie in vielen Ausschreibungen gefordert, ausführen.

Was sind die Vorteile des neuen Gels?


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Das KÖSTER Injektionsgel G 4 ist so niedrigviskos, dass es je nach kalkuliertem Verbrauch auch über die KÖSTER Superpacker injiziert werden kann. Es wird mit einer speziellen Pumpe, der KÖSTER Acrylatgel-Pumpe verarbeitet, die KÖSTER in Zusammenarbeit mit einem Pumpenhersteller anbieten wird. Im Vergleich zur KÖSTER PUR Gel-Pumpe wird die neue Acrylatgel- Pumpe einen sehr viel höheren Durchsatz ermöglichen, z. B. für den Einsatz in Tunneln oder größeren Projekten.

Anders als die KÖSTER PUR Gel-Pumpe hat die KÖSTER Acrylatgel-Pumpe ein festes Mischungsverhältnis. Leider sind das PUR-Gel und das Acrylatgel so unterschiedlich, dass die jeweiligen Pumpen nicht für das jeweils andere Produkt eingesetzt werden können. Mit dem neuen Gel ist die Tür für weitere Entwicklungen in diesem Bereich (u.a. ein sehr schnelles Gel für schwerste Wassereinbrüche) geöffnet. Das KÖSTER Injektionsgel G4 ist lösungsmittelfrei. Die Maschinentechnik ist nach einer Einweisung sehr einfach zu bedienen und ermöglicht darüber hinaus einen schnellen Auf- und Abbau. Die Spülreste können entsorgt werden wie gewöhnliche Wandfarbe auf Acrylbasis.

Unsreren Dokumentationen ( klicken ):

Produktflyer-Maschinentechnik-G4.jpg

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